Dipl.-Ing. Avdi Jakupi

BAUPLANUNG: Medienhotel

STÄDTEBAU + ARCHITEKTUR

Das Medien-Hotel mit seinem Standort Luisenblock-Ost, Berlin-Mitte entsteht in einer Zone der Stadt, in der es in direkter korrespondenz mit seinen Nachbargebäuden steht.

Zur Bebauung ist das Grundstück Nr. 2 im Luisenblock-Ost gewählt. Auf diesem Eckgrundstück reagiert der Bautyp mit seiner einprägsamen Form auf den vorhandenen Ort. Auf dem Grundstück stehen noch Denkmalgeschützte  Bauten, die separat erhalten bleiben. Ein Grüngürtel – ein Teil des „Band des Bundes“ - durchläuft in West-Ost Richtung den Luisenblock. An der Straßenkreuzung Luisenstraße / Schiffbauerdamm nimmt der Zylindrische Baukörper mit einem Durchmesser von 22 m eine Zentrale Funktion wahr. Ein breites Blickfeld wird ermöglicht, so das auch direkter Blickkontakt zum Reichstag, der als Hintergrund bei Fernsehproduktionen dienen kann. Zwei Seitenflügel sind an diesen Baukörper angeflanscht, abgesetzt durch Gläserne Segmente, verbunden mit Stegen. Damit werden die Dreiteiligkeit und die Gebäudegeometrie besonders hervorgehoben. Die Seitenflügel mit den 96 Hotelzimmern übernehmen mit ihrer Attikahöhe die Typische Berliner Traufhöhe von 22 m. Der Höhenversprung zum Zylindrischen Baukörper mit einer Höhe von rund 26 m signalisiert weithin sichtbar die Zentrale Bedeutung. Die Vorfahrt, der Haupteingang, die Erschließung und viel Raum beanspruchende Funktion wie z.B. Konferenzraum, Studio und Fitnessraum liegen alle in diesem Bereich des Gebäudes.

GESTALTUNG

Das Gesamte Gebäude wird als Stahlbeton-Skelettbau errichtet. Das Prägende Modulraster hat ein Maß von 7,20 m. Der Zylindrische Baukörper erhält eine Aluminium-Profilfassade, die sich abwechselt mit glatten lackierten Aluminium-Tafeln und Fensterbändern. Die Seitenflügel erhalten im Erdgeschoß eine Aluminium-Profilfassade; in den oberen Geschoßen Holzfenster in Hellem Braunton. Weiterhin besteht die Fassade aus Natursteinplatten.

FARBGESTALTUNG           

Die Horizontalschichtung des Zylinders wird unterstützt durch 2 Graustufen. Die Senkrechte Fassadengliederung der Seitenflügel wird durch die Plastizität und durch den Einsatz von ebenfalls zwei Graustufen optisch unterstützt. Durch den Einsatz und die Farbe der Holzfenster soll eine freundlichere und mildere Atmosphäre entstehen, die im Kontrast zu dem Geschäftigen Part des Gebäudes steht.

NUTZUNG

Die Idee und die Entwicklung des Projektkonzeptes „Medienhotel“ basiert auf der Recherche um den Standort Luisenblock-Ost und seiner Umgebung. Die Qualität des Standortes in Kombination mit dem Markttrend wurde mittels aktuellen Daten per Internet, Tageszeitung und Statistiken eruiert und ausgewertet.

WAS IST DIE IDEE ?

Die Idee ist folgende: Das Gebäude bietet durch seine Mischnutzung von Fernseh- / Hörfunkstudios und Hotel eine Spannungs- und Variantenreiche Schnittstelle der Kommunikation. Den Hotelgästen wird es ermöglicht, brandaktuelle Nachrichten, Fernsehen oder auch Hörfunksendungen hautnah miterleben zu können. Als Hotelgast wird man selbstverständlich auch die Präferenz erhalten, an den Events, also auch als Gast bei den Studioproduktionen dabeisein zu können. Durch die besondere Raumordnung des Sechsgeschossigen Nordtraktes wird es aber auch und im besonderen für Journalisten eine neue Möglichkeit geben, ihrem Job nachgehen zu können. Um bei politischen Großereignissen, die Reichstagsnähe drängt sich deutlich auf, oder bei anderen Hauptstadtthemen „ Am Ball“ sein zu können, gibt es die digitalen Workstations, auch kombiniert mit Hotelzimmern. So wird es besonders Auslandjournalisten ermöglichen, für Ihre Sender in Berlin arbeiten zu können.

Jedes dieser Büros bildet ein kleines digitalisiertes Studio, aus dem die Redakteure ihre Produktionen direkt von Ihren PCs  aus senden.

Bei Komplexeren Sendungen, an denen mehrere Redakteure und Interviewpartner beteiligt sind, werden als Lösung zwei weitere Große Studios mit Kameras, Scheinwerfern, Mikrofonen  usw. sowie Vorgeschaltete Schnittplätze mit Mischpulten und Kontrollbildschirmen angeboten.

Dieser Standort käme sicher besonders als Stammhaus für Nachrichtensender wie z.B. CNN oder BBC in Betracht, zumal sich Einrichtung wie das Bundespresseamt und das neue ARD Hauptstudio am Reichstagsufer gegenüber bereits Niedergelassen  haben. Durch die Flexible Grundrissgestaltung kann man jederzeit auf die spezifischen Nutzerbedürfnisse reagieren. So lassen sich auch komplette Büroetage des Nordtraktes räumlich abtrennen oder durch die Zu - / Wegnahme von Zwischenwänden Raumgößen variieren.

DER TOURISMUS BOOMT

Die Hervorragende Erreichbarkeit des Mikro- und des Makrostandortes bieten Touristen beste Möglichkeit von dort aus Berlin zu erkunden. Im zum Spreeufer gerichteten sechsgeschossigen Südflügel liegen 60 Hotelzimmer. Im Erdgeschoß ist das Restaurant mit seinen beidseitigen Großflächigen Verglasungen. Der Innenhof mit Zugang zum Band des Bundes wird für Freiluftveranstaltungen und Restaurantplätze genutzt.

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